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Das Buch als Kulturgut

 Die großen Dichter und Schriftsteller sind allen bekannt: Goethe, Schiller, Shakespeare, Orwell, Tolstoi, Mann, Tolkin oder Woolf. In neueren Zeiten sind es eher Martin, Follett, Rowling, Grass oder Schätzing. Zumindest die Namen sind theoretisch bekannt und können in Verbindung gebracht werden mit einigen ihrer Werke. Für jedes Jahrhundert, für jedes Jahrzehnt ließe sich die Reihe derer, die uns durch ihre Texte Emotionen, Geschichten und Bilder näher bringen fast endlos fortsetzen. Sie alle vermitteln uns auch Werte, Normen und gesellschaftliche Bilder, regen uns zum Nachdenken und manchmal auch zum Handeln an. Nicht immer wird die Moral der Geschicht´ sofort verständlich.

 

Was aber macht ein Buch zum Kulturgut? Die zeitlose Beständigkeit des Inhalts? Die Konfrontation mit gesellschaftlichen Situationen und Problemen? Oder machen erst das Gespräch und der Diskurs über ein Buch dieses zum Kulturgut? 

 

Das wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Kulturgut-Buch ist allgegenwärtig: die Bibel. Auch Märchenbücher, etwa die der Gebrüder Grimm, gehören explizit zum deutschen Kulturgut. Sie sind „Zeugnis der kulturellen Geschichte“ und zeigen die „Identität von Menschen und Nationen“. Aufgabe der Bundesregierung für Kultur und Medien ist es, diese Kulturgüter zu schützen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagt sogar, dass Bücher für die Verständigung in der heutigen Zeit unabdingbar sind und plädiert für literarische Vielfalt, insbesondere auf dem Printmarkt. Dies soll einer „geistigen Monokultur“ vorbeugen. Das Wiedergeben und Weitergeben von Wissen in Büchern über Jahre und Jahrzehnte – in allen erdenklichen Bereichen – hat die Welt und deren Kulturen geprägt wie kein anderer Gegenstand, war doch das Bewahren von Wissen seit jeher Teil des Lebens in allen Kulturen weltweit. 

 

Neben den Inhalten von Büchern erzählt auch das Objekt „Buch“ an sich eine spannende Geschichte von Kultur und Gesellschaft. Begonnen als Steintafel und Schriftrolle, entwickelte sich das Buch über handschriftliche Kopien und den revolutionären Buchdruck á la Johannes Gutenberg zum industriellen Gegenstand und spiegelt heute als e-Book die aktuelle Epoche um Technik und Digitalisierung wider. Das Buch als Objekt selbst, kann in seinen verschiedenen Epochen als durchaus revolutionär betrachtet werden.

 

 

Viele andere Kulturformen sind untergegangen, einige vergessen worden. Das Buch hält sich auch nach jahrhundertelanger Geschichte… noch, muss man sagen. Deshalb ist es auch unsere Aufgabe, das Buch als Kulturgut, als Wissensspeicher und Spiegel der Gegenwart zu stärken. Wir von neomedia Verlag sind auch in Zeiten in denen das Wort "Digitalisierung" in aller Munde ist, stolz darauf, unseren Beitrag zu leisten, nicht nur das Buch, sondern auch Landschaften und Orte mit deren Geschichte und Kultur lebendig werden zu lassen. Mit jedem neuen Buch freuen wir uns, traditionelles, individuelles Wissen aufgeschrieben zu haben, einen kleinen Zeitabdruck hinterlassen zu können und Inhalte, die mit Kultur vollgesogen sind, für die Zukunft zu konservieren. Kein Tolkien, kein Thomas Mann – bei uns kommen Menschen zu Wort, die über ihre Heimat, über ihre Geschichte, über ihre Kultur sprechen wollen. Einzigartig und besonders.

 


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