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Information als Massenware – Information Overload

 

 Wie einfach ist es heute, Informationen zu suchen und zu sammeln: Man tippt wenige Wörter in alltagsbekannte Suchmaschinen ein und erhält Ergebnislisten mit Millionen Treffern in weniger als einer Sekunde. Doch jetzt geht die eigentliche Arbeit erst los, denn welche Informationen haben Relevanz, welche sind aktuell und welche sind richtig oder falsch? Eine Höchstleistung an Entscheidungskompetenz, die unser Gehirn – ebenfalls in wenigen Sekunden – fällen muss. Schnell kann es da zum Information Overload kommen, denn je mehr Informationen das Gehirn gleichzeitig verarbeiten muss, desto stärker leidet die Qualität der Entscheidungsprozesse.

 

Zukunftsforscher Alvin Toffler
Zukunftsforscher Alvin Toffler

Information Overload [engl. Informationsflut: bedeutet den Zustand einer Person, die zeitgleich zu viele Informationen übermittelt bekommt, um diese zu verarbeiten].

Der Begriff wurde bereits in den 1970er-Jahren vom amerikanischen Zukunftsforscher Alvin Toffler geprägt und ist heute aktueller denn je. Auf immer mehr Kanälen werden immer schneller Informationen geteilt, der Zugriff auf diese scheint uneingeschränkt für Menschen jeden Alters möglich zu sein. Informationen können kopiert, verkürzt, verlängert und verändert werden, so dass schnell neue Sinnzusammenhänge entstehen. Auf der anderen Seite ist Information und damit Wissen für jeden jederzeit und überall zugänglich. Ein zweischneidiges Schwert, welches jeder für sich bewerten und einschätzen muss.

 

Ein großes Problem ist dabei die Bedeutungszuschreibung von Informationen anhand ihrer Quantität, d.h. eine Alltags-Information, die öfter von verschiedenen Autoren besprochen und geteilt wird, erhält eine höhere Relevanz und Bedeutung als bspw. eine Information mit wissenschaftlich relevantem Kontext. Hinzu kommt die Reichweite der Informationsverbreitung: So erhalten Amateur-Videos bei Youtube wesentlich mehr Zuspruch als bspw. Monographien, wie Romane, Biographien o. ä. Damit einher geht die Prominenz des Verfassers von Informationen in seinem jeweiligen Umkreis und dessen Glaubwürdigkeit. “Fake News” ist ein Schlüsselwort, das sich in den letzten Jahren stark in diesem Zusammenhang eingeprägt hat. Mit pädagogischen Konzepten zur Förderung der Medienkompetenz sollen insbesondere junge Menschen unterstützt werden, richtige von falschen Informationen zu unterscheiden.

 

Die Texte der neomedia-Landkreisbücher und Wirtschaftsmagazine entstehen mit viel Liebe und Zeit direkt dort, wo die Experten für die jeweiligen Informationen sitzen: Bei unseren Autoren, die Experten für ihr Leben sind, bei den Unternehmern, die ihre Firmengeschichte unverwechselbar erzählen können und bei den Landkreisverwaltungen und Wirtschaftsförderern – Profis für Informationen aus ihrer Region. Wir bleiben bei handgemachten Büchern, bei analogen und digitalen Wirtschaftsmagazinen, bei denen man sich sicher sein kann, dass die Informationen aus erster Hand stammen. Unser Service für alle neomedia-Leser: Wir sortieren alle wichtigen Informationen vor, so dass Sie beim Lesen keine Entscheidungen treffen müssen. Entschleunigen Sie Ihr Gehirn mit einem Buch oder Magazin von neomedia, z.B. unter https://www.yumpu.com/de/neomedia

 

 

Quellen:

http://searchstudies.org/wp-content/uploads/2017/06/Information_Overload_Lewandowski_Preprint.pdf

https://www.medienkompetenzportal-nrw.de/grundlagen/begriffsbestimmung.html

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/medienkompetenz/medienkompetenz-staerken/75350

https://www.zeit.de/thema/fake-news

https://www.klicksafe.de/themen/problematische-inhalte/fake-news/

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2016/vorbilder/alvin-toffler

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/information-overload-41497

 

Bildquelle:

Vern Evans - Flickr: Alvin Toffler 02 (https://de.wikipedia.org/wiki/Alvin_Toffler#/media/Datei:Alvin_Toffler_02.jpg)